In der vergangenen Nacht strahlte das Erste einen wunderbaren Zeichentrickfilm aus - Das große Rennen von Belleville. Gesendet wurde um 0:35 Uhr, was leider alles andere als Primetime ist und vielleicht auch nur als Versuch der ARD zu werten sein kann, wie solche Inhalte bei dem klassichen Publikum ankommen. Ich würde sagen, diesen überaus gelungenen Film hätte man durchaus auch zu einer Tageszeit mit einer sicher größeren Reichweite ausstrahlen können.

Zum Film… Das große Rennen von Belleville ist ein Zeichentrickfilm des französischen Regisseurs Sylvain Chomet aus dem Jahr 2003. Zunächst einmal fällt grundsätzlich sehr positiv auf, dass in Zeiten der Computeranimation ein handgezeichneter Trickfilm überhaupt noch produziert wird. Der Film vermag es, ein eigenes kleines Universum zu schaffen, in welchem zahllose skurrile Figuren ihren Platz finden und in welchem eine sonderbare Stimmung vorherrscht, die ich trotz mancher düster anmutenden Momente Romantik nennen würde. Eine gebrochene Romantik ist es jedoch, vielleicht etwas wie die unnachgiebige Träumerei des “kleinen Mannes”, etwas wie ein Schwelgen in Erinnerungen oder die Zuversicht in einer verrückten Welt.

Eine Zusammenfassung der Geschichte des Films (und eine Kritik) findet man u.a. auf filmstarts.de

Trailer gibt es im Netz auf MovieMaze und bestellen kann man den Film natürlich auc, z.B. hier

Ich möchte an dieser Stelle nicht den Film analysieren oder die Geschichte mit Worten wiedergeben. Bemerken will ich allerdings, dass die Figuren des Films sich einer durchaus genauen Beobachtung der Wirklichkeit entlehnen und mit einem Hauch Sarkasmus, Ironie und teilweise Feinfühligkeit gepaart in einer wunderbaren Überzeichnung aufleben. Es sind einfache Figuren, die den Film dominieren, aber kommunizieren in ihrer Gesamtheit doch viele menschliche Facetten, wodurch sich der Film dann nicht weniger Stereotype bedient. Zudem sind die Ideen (Fröschefangen vermittels Handgranate), das nostalgisch-gebrochene Setting und der Zeichenstil einfach konsumierenswert.

Schade also, dass das Erste tendentiell auf Nummer sicher zu gehen schien und von einer PrimeTime-Ausstrahlung absah. Schön aber, dass der Film ins Programm aufgenommen wurde.

Weitere Infos:

Die Website zum Film gibt es hier

Infos zum Film auf Wikipedia


 
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Ein Kommentar zu “Review: Das große Rennen von Belleville”

  1. Thomas Demuth sagt:

    Hallo sebastian….geb ich dir vollkommen recht. Hab ihn allerdings auch nur zur hälfte gesehen. Ich hatte mich auch schon gewundert auf welchem sender ich gelandet sei.

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