Im Minutentakt gibt es neue News, Kritiken und Verweise über, auf und bezüglich Youtube… Und manche Neuigkeit ist in der Tat nicht uninteressant, da Google, als Mutterunternehmen Youtubes hier auch interessante Schachzüge vollführt. Einer meiner Professoren wies mich vor wenigen Tagen auf einen Heise-Artikel hin, in welchem Folgendes berichtet wurde:

Pünktlich zum Start des deutschsprachigen YouTube-Angebots weist das Mutterunternehmen Google in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA auf die neuen Freiheiten für deutsche YouTube-Nutzer hin. Die Vereinbarung berechtigt zur Nutzung des Weltrepertoires musikalischer Werke auf der Videoplattform. Dies gilt für den Einsatz von Musikstücken sowohl in Musikvideos als auch in den von Nutzern erstellten Videos.

Meiner Meinung nach ist diese Google-Gema-Vereinbahrung eine bemerkenswerte Entwicklung, die vermuten lässt, welche Summen nach wie vor in Portale wie eben Youtube investiert werden (man erinnere sich an die Kaufsumme von 1,65 Milliarden US-Dollar) , um die Konsumenten … äh … Nutzer, zu binden. Das Abkommen mit der Gema ermöglicht es den Nutzern nun, beliebige Titel aus dem Gema-Repertoire in eigene Videos einzubinden, ohne mit rechtlichen Folgen rechnen zu müssen. Details über den Deal wurden leider nicht bekannt gegeben. Die Vereinbahrung ist nicht nur ein erneuter Hieb gegen konkurrierende Portalbetreiber, sondern dürfte auch neuen Stoff für die Urheberrechtsdiskussion darstellen.

Ein zudem berichtenswerter Aspekt in Zusammenhang mit Youtube sind jüngste Studien bezüglich der aktuellen Netzauslastung. Eine Studie des US-Marktforschungsunternehmens Nemertes Research prognostiziert eine Überlastung des Netzes, begründet durch die rasant wachsende Datenflut. Laut Studie könnte sich im Jahr 2010 die Datenübertragung über die Infrastruktur des Internet erheblich verlangsamen, da die Netze langsamer ausgebaut würden, als die Nachfrage nach Breitbandangeboten (wie eben Youtube) steige. Die US-Internetbeobachtungsfirma Ellacoya schätzt, dass ca. 10 Prozent des weltweiten Datenverkehrs auf das Videoportal Youtube zurückzuführen sind; monatlich entspricht das im Zusammenhang mit Youtube transferierte Datenvolumen satten 27 Millionen Gigabytes - nicht wirklich wenig. Neue Trends, wie die Übertragung multimedialer Daten auf mobile Endgerät, erlauben wohl zudem keinen optimistischeren Blick auf die prognostizierte Netzauslastung der kommenden Jahre.

Mein Tip also an dieser Stelle: Schreibt noch schnell alle wichtigen E-Mails und macht Euch eine private Sicherungskopie der Lieblingsvideos, bevor alles ganz schön langsam wird :) Und: Jeden Quatsch muss man sich übrigens auch wirklich nicht zwingend höchstauflösend anschauen.

Links zum Thema:

Heise Artikel über den Google-Gema-Deal: http://www.heise.de/newsticker/meldung/98714

Heise Artikel über “Lahmes Netz 2010″: http://www.heise.de/newsticker/meldung/99357

Artikel “Surfen im Schneckentempo?” bei ZDF heute.de : http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/31/0,3672,7127199,00.html


 
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