… diese Frage muss man sich natürlich nicht stellen, aber beantwortet wurde sie an diesem Wochenende.

In Köln wurde nämlich vor zwei Tagen die Beck’s Ice Party-Reihe mit einem Auftakt im Kölner Expo XXI eingeläutet. Und worum geht’s dabei? Beck’s stellt in diesen Tagen eine neue transparente Bier-Brause vor und kommt mit einem offensichtlich hohen Budget im Hinblick auf die Markenkommunikation daher. Scounting-Teams rannten vor dieser “Release”-Party durch Kölle und verteilten mit scheinbar “mehr oder minder” geübten Zielgruppenverständnis USB-Sticks an die junge oder sich noch jung glaubende Partygeneration.

Die USB-Sticks (auf denen dann personalisierte Zugangsdaten gespeichert wurden) waren dann etwas wie Eintrittskarten, denn auf die Party durfte nur, wer schließlich auf der Gästeliste landete. Alles wurde also recht “stylish”, “fresh”, besonders und mit einem gesunden Bewusstsein für modernes Datamining aufgezogen.

Die ersten Eindrücke der Party vermittelten schon das Bild einer sehr durchkalkulierten Veranstaltung. Alle Details waren zielgruppenkonform aufeinander abgestimmt. Die Wahl des Gebäudes und dessen strikt “Freshness”-betonte Aufmachung, technische Spielereien wie Terminals, die Dizzen-Musik (ein paar DJ’s legten auf) und die Vorselektion des Publikums: 20% Designer und Medienleute mit modernen Brillen, 10% Kleidungsindividualisten, 10% Studenten, 10% Diskoprolls (Kriterien waren hier vermutlich: unter 1,80m, Glatze und halbwegs durchtrainiert) und 50% sonstige schöne (bestenfalls natürlich weibliche), mindestens aber junge Menschen; alles passte irgendwie ins Brause-Bild. Ich selbst fand primär das offensichtliche Budget beeindruckend, welches hinter der Aktion steht.

Dieses mir sehr sonderbar erscheinende und dort zum letzten Mal verköstigte Beck’s Ice gab es natürlich umsonst, damit sich bei dem ein oder anderen schon einmal genügend Rezeptoren aufbauen konnten und das Belohnungszentrum auch beim zweiten Mal wieder anspringen würde. Ich habe die leise Befürchtung, dass die good old times vorbei sind, in denen ein Bier einfach nur kein Wein war und man an der Theke schlicht “ein Pils” oder “ein Kölsch” bestellen konnte.

Von nun an muss man leider mit der Gegenfrage rechnen: “Ice, Gold, Green, Yellow, Crystal, Black, Schoko, Purple ……. oder welches ? Naja, früher musste man allerdings das siebenminütige Zapfen abwarten - bekam dafür aber auch ein richtiges Bier ;)


 
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