Artist(s) of the day: Robert & Shana ParkeHarrison
Der Artikel ist von: Teriell in Artist of the day, Künstler, Kunst
Robert ParkeHarrison belegt derzeit auf Artfacts Platz Nr. 10710 der Künstler-Rangliste und ist auch ansonsten nicht gerade unbekannt. Normalerweise schreibe ich lieber über unbekannte Künstler oder zumindest nicht über diejenigen, die eigentlich schon ausgesorgt haben (finanziell und in Sachen Publicity). Aber die Fotografien von Robert und Shana ParkeHarrison sind einfach zu gut, um an dieser Stelle verschwiegen zu werden. Zudem ist ja nicht die Rede von Warhol oder Picasso, die ständig auf Platz 1 oder 2 des Artfacts-Rankings rumdümpeln.
Die beiden Künstler sind Kinder der 60er Jahre - Robert wurde 1968 und Shana 1964 geboren. Die Arbeiten des Künstlerpaares sind in zahlreichen Sammlungen vertreten und wurden dementsprechend auch schon oft in Gruppen- oder Einzelausstellungen gezeigt.
Neue Arbeiten werden vom 9. Oktober bis zum 15. November diesen Jahres in der Jack Schainman Gallery in New York zu bewundern sein. Ausstellungen in Europa waren bislang äußerst rar gesät - warum auch immer… (?) Europa ist eben - vor allem in der Verwaltung - alt und langsam geworden
Wen es aber interessiert, eine Künstler-Vita mit den wichtigsten “hard facts” gibt es hier als PDF.
Auf einer Seite der Stadt Jena (genauer der Kunstsammlung im Stadtmuseum Jena) heißt es:
Die Bilder zeigen einen Kosmos surrealer und symbolistischer Bilderfindungen, zu dem sich Robert ParkeHarrison meist selbst in bildnerische Beziehung setzt. In schwarzem Anzug und weißem Hemd verkörpert er den Menschen von Heute, einen von städtischem Leben geprägten Zeitgenossen, der nur wenig Berührung zur Natur hat. Ausgangspunkt seiner umfangreichen und exakt vorbereiteten Inszenierungen ist die durch die moderne Zivilisation veränderte oder zerstörte Natur. Eine oftmals trostlose Gegenwart erscheint plötzlich aufgeweckt, empfänglich für Gestalten, Metaphern und Erzählungen, die sich wie Menetekel einer überraschenden Hoffnung herabsenken. […]
Ausgangspunkt aller Bilder sind Ideen, denen der Künstler ganz traditionell in Skizzenbüchern eine erste Form gibt. Das notwendige Szenario entsteht zumeist aus Altmaterial im Studio oder vor Ort und in stets enger Zusammenarbeit mit seiner Frau Shana, einer ausgebildeten Tänzerin. Die Maschinen, Apparaturen und Geräte werden selbst gebaut und die Pose lang studiert. In einer ausgefeilten Technik, die zunächst an das Negativ-Positiv-Verfahren von Henry Felix Talbot erinnert, entstehen zuerst Salzpapiernegative, die dann zu Positiven vergrößert und erneut fotografiert werden. Auf diese Weise entstehen illusionistische Bildräume, eine andere Realität, voller philosophischer Gleichnisse, düster und hoffnungsvoll zugleich, berührend in jedem Falle.
[Quelle: jena.de]
Ich kann nur sagen: Diese Bilder sind mindestens einen Blick wert.
Links zum Thema:
- parkeharrison.com (die Website der Künstler)
- edelmangallery.com (Infos und Bilder bei derEdelmangallery)
- Arbeiten auf artnet
- Wikipedia (engl.) über R. ParkeHarrison












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