Archiv des Monats August, 2008

Auf Dein-Startup beantwortet Daniel Langwasser drei Fragen zur Kunstcommunity Kunstclub. Dort ist in der ersten Antwort zu lesen:

Viele bestehende Kunstportale verfügen entweder über eine kaum zu überschauende Funktionsvielfalt, entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik oder können nur sehr geringe Besucherzahlen vorweisen. Diese Lücke möchten wir mit der neuen Community und Galerie Kunstclub.com gerne schließen.

[Quelle: Dein-Startup]

Ich wünsche natürlich dem Vorhaben viel Erfolg, ein Urteil muss aber wohl jeder selbst fällen. Meiner Meinung nach ist die anderen Portalen angekreidete Funktionsvielfalt vielerorts überhaupt nicht existent. Im Gegenteil, die meisten Kunstcommunities bestehen aus dem gleichen Standard-Funktions-Set: Galerie, Profilseiten, Forum und evtl. Shopsystem. Innovativ sieht anders aus.

Mit dem Netz ist das so eine unstetige Angelegenheit … Memex, Arpanet, Internet, Web, Web 2.0, Semantic Web und nu? Was soll da eigentlich noch folgen? Kevin Kelly hat sich ein paar interessante Gedanken über die Zukunft des Netztes gemacht und teilt diese mit uns (siehe unten).

Ich finde die Bewertung Kelly’s zwar stellenweise etwas zu euphorisch, allerdings halte ich einige Gedanken für sehr nachvollziehbar und gut möglich. Mit ähnlichen Gedanken habe ich mir auch gerne dann und wann die Zeit vertrieben, wobei ich es persönlich aufschlussreicher finde, das Netz als komplexes (nicht-lineares) System zu begreifen, nicht als “ein Ding”. Wir betrachten ja auch gern mal unser “Ich” als ein Ding, wobei es “auf infrastruktureller Ebene” natürlich aus vielen Einzelteilen, deren Verschaltungen sowie Informationsaustausch besteht - es ist im Prinzip virtuell. Im Beitrag von Kelly steht natürlich (weil so angekündigt) das Netz im eigentlichen Fokus. Dieses sehe ich also nicht als das zentrale Ding an, sondern nur als das zur Informationsübermittlung dienliche (Sub-) System, welches mit dem komplexen System der menschlichen Gesellschaft verwoben ist. Aber nu genug, hier der etwa 19-minütige Kelly-Gedankengang.



Gefunden via: Basic Thinking Blog

Mehr Infos zum Video hier

Dass sich heutzutage Künstler oder kreative Autodidakten zunehmend im Netz tummeln, ist nicht gerade verwunderlich. Denn dort können sie kostengünstig Inhalte wie Bilder oder Videos oder Text oder was auch immer veröffentlichen, auf ein wenig Aufmerksamkeit vonseiten der Rezipienten hoffen. Und Aufmerksamkeit ist heutzutage eine Währung, die auch und sogar gerade für Künstler relevant ist. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, trotz der Vorteile digitaler Kommunikation und Distribution (z.B. von Bildern) ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit erst zu erreichen. Denn wo viele Bilder sind (sagen wir lieber: Unmengen), wird die mögliche Aufmerksamkeit der Rezipienten auf diese Anzahl aufgeteilt. Erschwerend kommt hinzu, dass die endlosen medial distribuierten und stets verfügbaren Bilder-, Video-, Informations-Streams den Betrachter nicht zwingend zu einem Mehr-Konsum motivieren, sondern es tritt vielmehr eine Ermüdung ob des stetig wachsenden Informationsüberangebots ein. Die mögliche individuelle Aufmerksamkeitsbereitschaft sinkt also und es entsehen Trends zum Informations-Essayismus. Gerade bei künstlerischen Arbeiten ist das eventuell etwas kontraproduktiv, da viele Werke ein Mindestmaß an weiterer Auseinandersetzung verlangen. (more…)

Ab heute ist die Beta-Version von Sweetcron zum Download verfügbar. Der Entwickler Yong Fook hat mit dem Open Source-Projekt Sweetcron ein Tool ins Rennen geschickt, das einem ermöglicht den eigenen Lifestream auf dem eigenen Server aufzubauen und anzupassen (notwendig ist also ein Webserver mit mindestens PHP5 und MySQL4.1).  D.h. die eigenen Aktivitäten im Netz können dort, nachdem sie in Sweetcron eingebunden wurden, automatisch angezeigt werden. Wenn man möchte, kann man so also bspw. die eigenen Youtube-Videos, Flickr-Bilder oder Twitter-Beiträge also unter einem Dach veröffentlichen. Das Lifestream-Prinzip kennen einige schon von Angeboten wie Friendfeed. Der Vorteil an Sweetcron wird hier sein, dass man es ähnlich dem eigenen Blog anpassen kann und im Prinzip mehr Kontrolle über die eigenen Daten hat. Einzelne Inhalte können als privat markiert und so der Öffentlichkeit (zumindest was den Stream betrifft) vorenthalten werden. Ich halte das Tool für einen guten Schritt in die Richtung, die eigenen im Netz verstreuten Inhalte zu bündeln, aufzubereiten und zu administrieren. Auf der Website von Yong Fook sieht man das System übrigens in Aktion. Dort gibt es übrigens auch zwei Videos über Sweetcron.

Über Sweetcron berichtete auch ausführlicher das upload-magazin.de.

Wenn es um Routenplanung oder Kartenmaterial geht, war lange Zeit Google Maps für viele Internetnutzer die erste Adresse. Allerdings stellt inzwischen das OpenStreetMap-Projekt zumindest stellenweise eine gute Alternative dar. Peter Eich hat einige Fallbeispiele zusammengetragen, an denen deutlich wird, dass die OSM schon jetzt für manche Stellen der Welt mehr Informationen bereitstellt als Google Maps. Er verweist auf ein hilfreiches Tool von Frank Sautter, mit dessen Hilfe stufenlos zwischen Google Maps- und OSM-Karten hin- und hergeblendet werden kann. Die gewünschten Informationen können so verglichen oder zusammengetragen werden.

Insgesamt kann man ohnehin gespannt sein, ob und wann die OSM qualitativ Google Maps überholen wird. Klar ist (spätestens seit Wikipedia), dass man das kooperative Zusammenwirken vieler Menschen nicht unterschätzen sollte. Zudem sind die Daten der OSM unter einer freien Lizenz verwendbar und bieten damit dem Nutzer eine unverfängliche Möglichkeit der Weiterverwendung. (more…)

Etwas verspätet, aber nun online: der Montag Mittag Musik Mix. Heute ist im MMMM wieder ein buntes Durcheinander angesagt. Mit dabei sind in dieser Woche: Ween, die 17 Hippies, Justin Sullivan (von dem Guten wollte ich eigentlich ein anderes Lied vorstellen, welches ich aber leider nicht finden konnte), die Yeah Yeah Yeahs und die Fleet Foxes.
Und nun - viel Spaß!

 

Ween - Buenos tardes amigo


 

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….heißt in Wirklichkeit “Warte bis September” und ist in Wahrheit ein wunderbar ausgeklügeltes virales Marketing Projekt für den neuen Ikea Katalog der im September erscheint.


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Im Februar hatte ich an dieser Stelle ein paar Buttons für Kunstblogs zur freien Verwendung und Einbindung bereitgestellt. Diese kleine Spaß-Aktion unter dem Motto “Outing für Kunstblogs” (oder “art is sexy”) hab ich heute mal durch einen kleinen Sidebar-Banner erweitert, der hier ebenfalls frei heruntergeladen und eingebunden werden kann. Die ganzen Werbebanner nerven eben manchmal und machen sicher kein Angebot interessanter. Also dachte ich, dass mit einem “Themenbanner” die Sidebar ein wenig “sinnvoller” genutzt werden kann. Mit der Einbindung ist übrigens keine Notwendigkeit zur Verlinkung verbunden. Wer das Teil also einbinden will, (more…)

Strip around the world

 

Derzeit kann der “Strip around the world” eine Länge von 46,75 Meter aufweisen. Wahrscheinlich reicht das noch nicht ganz für einen äquatorialen Comic-Strip, aber immerhin. Das Projekt auf striparoundtheworld.de, dessen Veranstalter das Kultur- und Freizeitamt Erlangen ist, besteht grundsätzlich aus vielen aneinandergereihten Einzelbildern (die stellenweise wirklich sehenswert sind!). Diese Einzelbilder sollen eigentlich eine Art Comic darstellen, was, wie Andy Rudorfer schon passend bemerkt, leider durch Aneinanderreihung allein noch nicht zwingend zu einer Handlung führt. Es bleibt allerdings ein schöner Bilderstream, in dem man herumstöbern kann. (more…)

Simpsonized Wer gerne einmal auf eine etwas ungewöhnliche Art und Weise in die Welt der Simpsons “eintauchen” möchte, der sollte sich den Simpsonmaker anschauen. Es handelt sich dabei um ein putziges Widget, mit dessen Hilfe man sich selbst als simpsonisierte Version basteln kann. Das Ergebnis läßt sich anschließend ausdrucken und an die Wand pinnen.

In meinem Fall sah das ganze dann so aus: (more…)