Archiv der Kategorie Gesellschaft
Dass die Zensur der eigentliche chinesische Volkssport ist (auch wenn für diese Sportart vermutlich keine Goldmedaillen vergeben werden), sollte sich ja rumgesprochen haben. Auch wenn man inzwischen stellenweise von einer Lockerung der Beschränkungen bzgl. der Internetzensur als Reaktion auf die internationalen Meinungen und Proteste hört, so kann man sich nur schwer vorstellen, dass ein wirklicher Schub in Richtung Informations- und Meinungsfreiheit bloß aufgrund der Olympischen Spiele zu erwarten ist. Wahrscheinlicher ist, dass das Thema der Zensur in China noch lange nicht vom Tisch sein wird. (more…)
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Eigentlich ist die Sache mit dem Web 2.0. inzwischen ja schon ein wirklich alter Hut. Da wurden euphorische Utopien ausgesprochen, da krochen plötzlich wieder unzählige BWL’er und Designer aus den Löchern, um nach dem ersten New-Economy-Crash mit neuen Kräften und neuen Startups mitzumischen, da wurde auch hin und wieder kritisch reflektiert und da wurde mal mehr, mal weniger innovativ rumgebastelt - auf der Spielwiese des Web 2.0.
Der Herr O’Reilly erkannte ein paar technische Trends in Sachen Infrastruktur und Möglichkeiten der diesbezüglichen Ausnutzung, leitete wohlklingende Prinzipien ab und erklärte die alte Internetwelt für überholt (hier noch mal zur Lese ein Link). Und plötzlich sprach dann jeder, der irgendwie glaubte, eine Meinung haben zu müssen, über das Web 2.0. Komisch eigentlich. Auch jetzt noch. (more…)
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NaNeNo vom 17. Juli 2008
Meldung 1) Zeitgemäße Netzpolitik
Auf De:Bug wurden sie veröffentlicht, von netzpolitik stammen sie:
10 Forderungen für eine zeitgemäße Netzpolitik.
Die Forderungen sind (ich habe hier lediglich die Schlagworte aufgegriffen, empfehle aber jedem noch einmal genauer nachzulesen) :
1. Transparenz
2. Recht auf Zugang
3. Freie und anonyme Kommunikation
4. Chancengleichheit
5. Bürgerwissen statt Staatswissen
6. Öffentlich-Rechtliche ins Netz
7. Öffentlich-Rechtlich neu denken
8. Open Source fördern
9. Staatliche Infrastrukturen befreien
10. Urheberrecht reformieren
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Er ist für die Verantwortlichen ärgerlich, insgesamt aber dann doch nahezu trivial und prinzipiell auch keinen Artikel wert: Der ARD-Flaggenpatzer.
Doch in Zeiten, in welchen (z.B.) an jedem zweiten PKW Nationalsymbole prangen, scheint ein solcher Fehler für einen ausgewachsenen Fauxpas wie geschaffen zu sein. Der Spiegel Online nebst anderen Nachrichtenseiten und nicht zuletzt zahlreiche Blogger (bspw. hier ein paar Reaktionen) haben die Panne gerne und nicht immer frei von Schadenfreude aufgegriffen. T. Hinrichs, der zweite Chefredakteur der ARD, musste schließlich auch via Blog rechtfertigende Worte verlieren: “So ein Fehler ist inakzeptabel, aber er ist passiert.” (more…)
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In der Fotocommunity (Europas größte Foto und Bildcommunity) sorgt einmal wieder eine neue Funktion für Aufsehen und regen Diskussionsbedarf bei den Usern. Die Fotocommunity hatte sowieso schon in den letzten Monaten viel an ihrem Äußeren gebastelt um die Attraktivität und Funktionalität ihrer Community zu steigern. Sedcards für Models wurden eingeführt, abgespeicherte Favoritenbilder konnte man auch öffentlich freischalten, so dass man im Profil eines Fotografen einmal schauen konnte was dieser eigentlich für persönliche Favoriten hat. Im Grunde genommen aber Funktionen die in anderen Bildercommunitys absoluter Standard sind und die auch niemanden mehr persönlich aufregen.
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NaNeNo vom 11. Juni 2008
Meldung 1) Das Internet der Dinge - und Tiere
Laut golem.de müssen Pferde jetzt mit RFID-Chips “gemoddet” werden. Diese vielleicht für den ein oder anderen sonderbar klingende Entscheidung traf die EU-Kommission und soll dafür sorgen, dass die Tiere ein Leben lang identifizierbar sind. Neu ist das Ganze eigentlich nicht, denn auch schon andere Tiere, wie etwa Katzen und Frettchen, müssen registriert sein, insofern sie mit ins Ausland genommen werden (noch reicht ein Tattoo aus, ab 2011 muss allerdings der Chip her).
Der Funkchip soll jedem Mitglied der sogenannten Equiden-Familie innerhalb eines halben Jahres nach der Geburt in den Hals implantiert werden. Anhand dieses Chips, dessen Kennnummer in einer Datenbank erfasst wird, sowie eines Passes soll ein Tier lebenslang identifizierbar sein, unabhängig vom Namen, den sein Besitzer ihm gibt. Die Verordnung tritt am 1. Juli 2009 in Kraft. Zu den Equiden zählen Pferde, Esel, Zebras und Kreuzungen wie Maultiere.
[Quelle: golem]
Na klar ist das Ganze schwachsinnig, nicht zuletzt weil der eigentliche Datenaustausch wohl noch nicht geregelt sei, aber über Kleinigkeiten (wie z.B. auch Sinn und Zweck) kann man hinweg sehen - es gilt wie immer: Man mache, was machbar ist! oder: Yes - we can!
Gefunden via: golem.de
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Alljährlich findet seit nunmehr 16 Jahren im alten Hamburger Elbtunnel, einige Meter tief unterhalb der Elbe, die Elbart statt. Dieses Jahr gaben sich 56 Künstler aus allen Teilen des Landes sowie des europäischen Umlandes ein kleines familiäres Stelldichein. Die Problematik für die Initiatoren vom Cult e.V. stellt sich jedes Jahr bei der Bewerbungssichtung auf ein Neues. Größere Installationen, Plastiken und auch Werke, die auf irgendeine Weise mit Strom versorgt werden müssen können meist nicht berücksichtigt werden. Es gibt keinen Strom (außer an den Tunnelzugängen im Norden und Süden) und von der einen zur anderen Seite sind es vielleicht gerade mal 4 Meter, so dass keine Werke allzu weit in das Ganginnere ragen dürfen.
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“News-Fatigue”, so lautet ein neues Schlagwort, welches von der Nachrichtenagentur AP (Associated Press) ins Spiel gebracht wurde. Diese “Nachrichten-Müdigkeit” sei insbesondere bei jungen Menschen (bis ca. 34) zu beobachten und ist natürlich auch im Zusammenhang mit dem Überangebot an Informationen unterschiedlichster Qualität zu verstehen.
Die Forscher vom ethnografisch orientierten US-Marktforschungsinstitut Context-Based Research Group beobachten darin die Konditionierung einer Pawlowschen Verknüpfung […]: Wer habituell Nachrichten suche, sich wiederholt auf den aktuellsten Stand zu bringen versuche und dabei nur frustriert werde, verbinde irgendwann das Erlebnis “Nachricht” mit Frustration. Das Resultat: News Fatigue - Nachrichtenmüdigkeit.
[Quelle: Spiegel Online]
Die AP, welche sich mitunter wie folgt charakterisiert: (more…)
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Im Februar diesen Jahres verwies ich auf die Blogroll - Studie 2008. Die Studie fand im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Forschungsprojektes “Netzwerkkommunikation im Internet” an der Universität Trier statt und hatte zum Ziel grundlegende kommunikative Muster der selbstorganisierten Wissensproduktion und -distribution in kollaborativen Online-Kommunikationen zu erforschen. Freundlicherweise wies mich Sebastian Erlhofer (ein Autor der Studie) darauf hin, dass die Ergebnisse der Studie inzwischen vorliegen. Auf der Website zur Blogroll - Studie sind einige Ergebnisse zusammengefasst. Zudem kann man sich die Ergebnisse in einer ausführlichen Version als PDF ansehen. (more…)
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NaNeNo vom 22. Mai 2008
Meldung 1)
Gestern ist auf der Polylog eine Email von Tita von Hardenberg erschienen. Es handelt sich hierbei um eine Stellungnahme zu der RBB-Entscheidung Polylux aus dem Programm zu streichen. In der Stellungnahme heißt es:
Liebe Polylogger,
wer hätte je gedacht, dass Polylog seine Muttersendung überleben wird?! Polylux soll Ende des Jahres auslaufen, so hat es der Sender heute beschlossen. Ein Schock nach fast zwölf Jahren. Andererseits: Wer will schon ewig leben? Und ein bisschen Zeit bleibt uns ja noch, um uns neu zu erfinden. Sieben Monate, um genau zu sein. Trotzdem fällt der Abschied von unserem Lieblingsmagazin verdammt schwer. Wer für Polylux arbeitet, tut das aus Leidenschaft. Das war von Anfang an so und entsprechend gedrückt ist die Stimmung im Team. Der einzige Trost ist diese Seite. Polylog werden wir auch nächstes Jahr weiter betreiben. Dann auf eigene Kappe und ohne die öffentlich-rechtlichen Beschränkungen. Das heißt: Wir dürfen endlich Geld mit Euch verdienen, bisher verursacht Ihr ja bloß Kosten… Aber im Ernst. Ein interessanter Modellversuch: Von Polylux bleibt Polylog. Nach dem Fernsehen kommt das Netz. Auf das Ergebnis sind wir selbst gespannt.
[Quelle: polylog.tv]
Die Welt Online berichtet zudem über eine “Rettungsaktion”, nachzulesen hier
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